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Presse & Interviews

„Auf vielen Stufen wird die KI über das Assistieren hinausgehen“

Aydin Nasseri im Interview mit marktforschung.de – Zukunfts-Dossier „Vision: Insights Industry 2035“

6. August 2026 7 Min. Lesezeit
Redaktion CogitarisPressespiegel

Wie sieht Marktforschung im Jahr 2035 aus? Für sein Zukunfts-Dossier „Vision: Insights Industry 2035“ hat das Branchenportal marktforschung.de Cogitaris-Geschäftsführer Aydin Nasseri interviewt – über KI-Agenten, synthetische Daten, digitale Zwillinge und die Frage, was am Ende nur Menschen leisten können.

Die Kernthesen des Interviews

  • KI verändert jeden Schritt des Forschungsprozesses. Frühere Technologien machten die Marktforschung vor allem schneller – die KI dagegen greift in Studiendesign, Erhebung, Analyse und Interpretation gleichzeitig ein. Die künftige Rolle der Marktforschenden: diese Systeme orchestrieren, wie ein Architekt, der Datenqualität und Gesamtarchitektur verantwortet.
  • Befragungen werden vom Massenwerkzeug zum Präzisionsinstrument. Wo Systeme automatisch messen und Simulationen vorhersagen, wird die bewusste Antwort von Menschen zum Referenzpunkt – und die Abweichung zwischen Algorithmus-Annahme und tatsächlichem Empfinden zu einem eigenen Forschungsfeld.
  • Synthetische Daten ergänzen, ersetzen aber nicht. Nasseri verweist auf eine ESOMAR-Validierungsstudie von Google und Macromill (2025), die deutlich engere Konfidenzintervalle bei unterrepräsentierten Gruppen zeigt – solange reale Daten die Basis bleiben.
  • Digitale Zwillinge beschleunigen Hypothesentests, reproduzieren aber nur das Bekannte. Die Überraschungen und das Unlogische am Menschen finden sie nicht – die Daueraufgabe der Forschenden bleibt, das Modell immer wieder an der Wirklichkeit zu prüfen.
  • Konsum wird delegiert. Wenn KI-Assistenten Routinekäufe übernehmen, müssen Unternehmen zwei Zielgruppen überzeugen: den Algorithmus und den Menschen, der ihm das Mandat erteilt.

„Dateninformiert statt datengetrieben – das ist meine Überzeugung, und das wird sich bis 2035 nicht ändern.“Aydin Nasseri im Interview mit marktforschung.de

Was das für die Praxis heute bedeutet

Vieles davon ist bei Cogitaris bereits im Einsatz: Die KI-Textanalyse Voices wertet zehntausende offene Antworten aus und erkennt Themen, Stimmungen und wiederkehrende Muster. Und für unsere Insight-Plattform Reporti® entsteht gerade ein Assistent, mit dem Sie in normaler Sprache Fragen an Ihre Studiendaten stellen – ohne selbst statistische Verfahren beherrschen zu müssen.

Zugleich zieht sich durch das Interview eine klare Haltung: Automatisierung übernimmt die ungeliebten Arbeitsschritte, doch die Wertschöpfung verschiebt sich an Anfang und Ende des Prozesses – zu Studiendesign, Qualitätssicherung, Einordnung und Beratung. Vertrauen wird zur zentralen Währung, und handwerklich erstklassige Befragungen mit sauberer Stichprobe werden wichtiger, nicht unwichtiger.

„Wir müssen künftig beide verstehen: den Menschen und seinen Agenten – und prüfen, ob der Agent die Präferenzen seines Nutzers tatsächlich vertritt.“Aydin Nasseri über das Konsumentenverhalten der Zukunft

Das vollständige Interview lesen

Alle acht Fragen und Antworten – von der Zukunft klassischer Umfragen bis zu neuen Datenquellen aus KI-Assistenten-Protokollen – lesen Sie im Original: zum Interview auf marktforschung.de.

Vertiefende Beiträge aus unserem Blog: Warum KI und menschliche Expertise zusammengehören, Synthetische Daten in der Marktforschung und Data Science in der Marktforschung.

Quelle: „Auf vielen Stufen wird die KI über das Assistieren hinausgehen und manches besser machen als wir Menschen“, Interview mit Aydin Nasseri, marktforschung.de, 6. August 2026, Dossier „Vision: Insights Industry 2035“.