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Dienstleister-Qualitäts-Monitoring: Kontinuierliche Leistungsmessung im B2B

Januar 2023 4 Min. Lesezeit
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Dienstleister-Qualitäts-Monitoring: Kontinuierliche Leistungsmessung im B2B

Januar 2023 6 Min.
Aydin Nasseri
Aydin NasseriGeschäftsführer, Cogitaris GmbH

„Seit dem Einsatz des Dienstleister-Qualitäts-Monitoring von Cogitaris stehen mir detailliertere Informationen zur Steigerung der Customer-Service-Qualität zur Verfügung, wodurch wir direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit und somit auf den Umsatz der Witt-Gruppe haben.“

AB
Alexander BuchnerProjektmanager Customer Service, Witt-Gruppe (Josef Witt GmbH)

Wer mehrere externe Customer-Service-Dienstleister gleichzeitig steuert, steht vor einer klassischen Blackbox: Wie gut ist die Servicequalität wirklich – aus Sicht der Kunden, nicht aus Sicht der eigenen Controlling-Tabellen?

Die Witt-Gruppe (Josef Witt GmbH), einer der führenden europäischen Versandhändler im Mode- und Lifestyle-Bereich, stellte sich genau diese Frage – und entwickelte gemeinsam mit Cogitaris ein vollautomatisiertes Dienstleister-Qualitäts-Monitoring-System. Diese Case Study zeigt, wie das Studiendesign funktioniert, welche Key Performance Indicators (KPIs) entscheidend sind und welche Mehrwerte sich bereits nach kurzer Laufzeit zeigten.

Die Herausforderung: Qualität externer Dienstleister messen

Viele Unternehmen, die ihren Customer Service an externe Dienstleister auslagern, steuern die Zusammenarbeit primär über operative KPIs: Abschlussquoten, Bearbeitungszeiten, Erreichbarkeitsraten. Was dabei häufig fehlt, ist die Perspektive der Kunden selbst. In der B2B-Marktforschung ist diese Lücke besonders gravierend.

Interne Kennzahlen bilden nicht ab, ob ein Kunde nach dem Kontakt zufrieden oder enttäuscht ist, ob er sein Anliegen als gelöst empfindet und ob er die Marke weiterhin empfehlen würde. Genau diese Lücke wollte die Witt-Gruppe schließen.

Operative KPIs wie Bearbeitungszeit oder Erreichbarkeit messen die Effizienz – nicht die Wirkung auf den Kunden. Erst eine direkte Kundenbefragung liefert das vollständige Bild.

Cleveres Studiendesign – automatisiert & tagesaktuell

Im Kern des Systems von Cogitaris steht eine vollautomatisierte Kundenbefragung, die unmittelbar nach jedem Kundenkontakt ausgesteurt wird. Das Design folgt dem Prinzip der transaktionalen Befragung: kurz, kontextbezogen und zeitnah.

Monitoring-Ablauf

Vom Kundenkontakt zur tagesaktuellen Insight – vollautomatisiert

Phase 1

Kundenkontakt abgeschlossen

Telefonat, E-Mail oder Chat mit externem Dienstleister

Phase 2

Automatische Befragungseinladung

System versendet Kurzumfrage per E-Mail innerhalb von 24 Std.

Phase 3

Echtzeit-Datenverarbeitung

Antworten fließen sofort ins interaktive Online-Dashboard

Phase 4

Automatisierte Berichte

Dienstleister-Briefing und Management-Report werden generiert

Phase 5

Maßnahmen & Optimierung

Kurzfristige Reaktion auf Kundenwünsche und Serviceprobleme

Warum transaktional und nicht relational?

Relationale Befragungen – etwa eine jährliche Kundenzufriedenheitsstudie – messen die allgemeine Stimmung, aber nicht den konkreten Kontaktmoment. Für die Steuerung von Dienstleistern ist die transaktionale Methode entscheidend, weil sie den genauen Auslöser einer Unzufriedenheit identifizierbar macht.

Die Befragung ist bewusst kurz gehalten (maximal 5 Fragen, ca. 2 Minuten) und wird innerhalb von 24 Stunden nach dem Kontakt verschickt, wenn die Erinnerung noch frisch ist. So steigen Teilnahmebereitschaft und Datenqualität gleichermaßen.

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Das interaktive Reporting-Dashboard

Ein zentrales Element des Systems ist das digitale und interaktive Reporting-Dashboard, das über CX:CONNECT von Cogitaris betrieben wird. Alle eingehenden Kundenfeedbacks werden in Echtzeit visualisiert – aufgeschlüsselt nach Dienstleister, Kontaktkanal, Zeitraum und Thema.

Ein Dashboard, das erst nach einer Schulungswoche benutzbar ist, wird nicht genutzt. Cogitaris setzt auf intuitive User Experience (UX), damit Projektmanager und Dienstleister-Manager ohne Vorkenntnisse sofort produktiv arbeiten können.

Zusätzlich generiert das System automatisierte PDF-Berichte, die direkt für das Briefing der Dienstleister und das Management-Reporting verwendet werden können. Das spart erheblich Aufwand in der manuellen Reportingarbeit.

Relevante KPIs im Dienstleister-Monitoring

Die Auswahl der richtigen Kennzahlen ist entscheidend. Beim Dienstleister-Qualitäts-Monitoring der Witt-Gruppe wurde ein strukturiertes KPI-Set definiert, das sowohl operative als auch emotionale Aspekte des Kundenerlebnisses abdeckt.

KPI-Übersicht

Typische Leistungskennzahlen im Dienstleister-Monitoring-Dashboard

Gesamtzufriedenheit
4,2/ 5
+0,4 vs. Vorjahr
Erstlösungsquote
78%
+6 Pp. vs. Vorjahr
Wartezeit-Bewertung
3,8/ 5
–0,1 vs. Vorjahr
Weiterempfehlung
62%Promotoren
+8 Pp. vs. Vorjahr

Die wichtigsten Metriken im Überblick

Besonders wertvoll ist die Kombination aus quantitativen Scores und qualitativen Freitextantworten. Während Scores Trends sichtbar machen, erklären die Freitexte das „Warum“ hinter den Zahlen – und liefern damit konkrete Customer Insights für die Dienstleister-Briefings.

Benchmarking

Dienstleister-Performance im Vergleich

Gesamtzufriedenheit der Kunden (Skala 1–5) nach Dienstleister

Dienstleister A4.3 / 5
Dienstleister B3.9 / 5
Dienstleister C3.5 / 5

Dienstleister gezielt instruieren und steuern

Der eigentliche Mehrwert des Monitoring-Systems liegt nicht in der Datenerhebung selbst, sondern in der daraus resultierenden Steuerungsfähigkeit. Wer tagesaktuell weiß, wie jeder einzelne Dienstleister bewertet wird, kann gezielt und zeitnah intervenieren.

Automatisierte Dienstleister-Briefings

Statt monatlicher PowerPoint-Präsentationen erhält jeder Dienstleister automatisch einen auf ihn zugeschnittenen Report – mit seinen eigenen Werten, dem Vergleich zum Durchschnitt aller Dienstleister und konkreten Handlungsempfehlungen aus den Freitextantworten der Kunden.

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Ergebnisse: Was die Witt-Gruppe gewonnen hat

Nach der Einführung des vollautomatisierten Dienstleister-Qualitäts-Monitorings konnte die Witt-Gruppe mehrere messbare Verbesserungen erzielen:

„Das System ermöglicht uns, kurzfristig auf Kundenwünsche zu reagieren – nicht erst in der nächsten Quartalsbesprechung. Das ist ein grundlegender Paradigmenwechsel in unserer Dienstleister-Steuerung.“

Fazit: Kontinuierliches Monitoring als Wettbewerbsvorteil

Das Dienstleister-Qualitäts-Monitoring der Witt-Gruppe zeigt, wie vollautomatisierte Kundenbefragungen die Steuerung externer Dienstleister auf ein neues Niveau heben können. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus tagesaktueller Datenverfügbarkeit, intuitivem Dashboard und automatisierten Berichten. Wie Kundenzufriedenheitsmessung die Grundlage für strategisches Qualitätsmanagement bildet, zeigt sich in diesem Projekt exemplarisch.

Unternehmen, die ihren Customer Service auslagern, haben mit diesem Ansatz erstmals die Möglichkeit, die Qualitätsperformance ihrer Dienstleister genauso zu steuern wie ihre eigenen internen Teams – datenbasiert, zeitnah und konsequent aus Kundenperspektive.

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